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Zehn Jahre „Garten ohne Grenzen“ – ein Erfolgsmodell feiert Jubiläum
Der „Garten ohne Grenzen“ ist etwas Besonderes – darin waren sich alle Gäste einig, die am 22. August unter dem Apfelbaum des Gemeinschaftsgartens das 10-jährige Jubiläum dieses erfolgreichen Integrationsprojektes feierten. Seit 2015 ist der „Garten ohne Grenzen“ nun schon Bestandteil des Gemeinwesens im westlichen Ringgebiet. Als Ort der Begegnung für Menschen aus aller Welt fördert das Gemeinschaftsprojekt des AWO-Bezirksverbandes Braunschweig, des Caritasverbandes Braunschweig und des Seniorenbüros der Stadt Braunschweig die kulturelle und gesellschaftliche Teilhabe für alle Bewohner*innen-Gruppen des heterogenen Stadtteils.
„Hier haben zugewanderte Menschen, die vor Jahren oder Jahrzenten nach Deutschland kamen und nun das Rentenalter erreicht haben, einen Platz für das Erleben von Gemeinschaft gefunden“, betonte Falk Hensel, Leiter Geschäftsfeld Familie & Soziale Dienste in seinem Grußwort.
Martin Klockgether, Leiter des Fachbereichs Soziales und Gesundheit der Stadt Braunschweig, blickte bei seiner Begrüßung auf den Ursprung des Gartens zurück: Als Maßnahme der Integration im Alter, war dieser mal als interkultureller Bauernhof geplant worden. Schließlich wurde daraus ein selbstorganisiertes Gartenprojekt, das sich zu einem professionell koordinierten und unverzichtbarer Begegnungsort im Quartier entwickelte. Dr. Marcus Kröckel, Vorstand des Caritasverbandes, betonte in seiner Ansprache die hervorragende Kooperation der drei Akteure über den langen Zeitraum hinweg.
Spannend und unterhaltsam zugleich war die wissenschaftliche Perspektive, die Karl-Heinz Gröpler von der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften während der Feierstunde einbrachte. Er wies in seinem Exkurs darauf hin, dass der Garten mit seinem sehr niedrigschwelligen Angebot eine sehr große Wirkung erziele, und das ganz ohne künstlichen Integrationsauftrag. Hier werde ganz selbstverständlich Gemeinschaft gelebt, Nutzer*innen profitierten in vielfältiger Weise. Ob durch Sprachübung, Wissensaustausch oder Gesundheitsförderung, hier würden viele Bedürfnisse erfüllt und das alles bewirke langfristige Veränderungen. „Damit ist der Garten ein Erfolgsmodell“, so Karl-Heinz Gröpler.
Da passte es sehr gut, dass im Anschluss die Gartennutzer*innen selbst zu Wort kamen und im Rahmen eines kleinen Interviews mit Martin Stützer, Einrichtungsleiter AWO-Migrationsberatung, und AWO-Projektkoordinatorin Lale Vahabzada davon erzählten, welche Bedeutung der „Garten ohne Grenzen“ für sie hat: Natur, Gemeinschaft, bunte Rentner-WG, an der frischen Luft sein – den Menschen, teilweise Nutzer*innen der ersten Stunde, war ihre Verbundenheit mit diesem Ort anzumerken. Dies ist sicherlich auch das Verdienst der Projektkoordinatorin Lale Vahabzada, die nicht nur für die Struktur und die Weiterentwicklung des Angebotes sorgt, sondern auch persönliche Ansprechpartnerin für die Menschen aus dem Quartier ist.


