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Sommerreise: Zu Besuch in Einrichtungen des Verbandes
Rifat Fersahoglu Weber, Vorstandsvorsitzender des AWO-Bezirksverbandes Braunschweig, informiert sich vor Ort
Einmal im Jahr nimmt sich Rifat Fersahoglu-Weber, Vorstandsvorsitzender des AWO-Bezirksverbandes Braunschweig, die Zeit, um einige der mittlerweile knapp 130 Einrichtungen im gesamten Bezirksverband zu besuchen. „Mir ist dabei wichtig, den Anschluss an die Lebensrealitäten in den einzelnen Einrichtungen und Geschäftsfeldern aufrecht zu erhalten und ein offenes Ohr zu haben für die Problematiken aber auch die Erfolgsgeschichten unserer Kolleg*innen“, betont er.
Die erste Station führte ihn in diesem Jahr zu den Ambulanten Hilfen in Goslar, einem ambulanten Jugendhilfeformate (nach SGB VIII §27 ff.) für Familien und junge Menschen. Das Angebot umfasst Sozialpädagogische Familienhilfe, Erziehungsbeistandschaft, begleitete Umgänge, ambulante Fachberatung (Pflegestellenunterstützung) und die sogenannte InsoFa-Beratung (Kinderschutz). Diese Einrichtung ist sehr neu und Fersahoglu-Weber konnte staunend feststellen, wie viel sie schon in der kurzen Zeit erreicht haben.
Weiter ging es dann an den Standort in Wolfshagen, in dem in mehreren Wohngruppen Jugendliche ein neues Zuhause finden, aber auch beschult und therapeutisch betreut werden. Besonders beeindruckend: Unsere Mitarbeiter*innen vor Ort sind meist das erste richtige Zuhause, dass diese Menschen kennenlernen.
Einen sehr spannenden Einblick erhielt er auch in eine Kinderwohngruppe im Landkreis Wolfenbüttel. Ab 3 Jahren werden dort Kinder aufgenommen, die vom Jugendamt in Obhut genommen wurden. Sie erleben da einen strukturierten Tagesablauf, können Hobbys nachgehen, auf Ferienfreizeit fahren aber auch die ersten Kontaktaufnahmen der Eltern in einem geschützten Umfeld erleben.
Ein weiterer Stopp auf der Tour war die Freiwilligenagentur in Wolfenbüttel. Sie bringt seit fast 20 Jahren Menschen zusammen, die helfen möchten, und diejenigen, die sich über Unterstützung freuen. Etliche Projekte laufen parallel, aber vor allem die Vermittlung von Ehrenamtlichen an passende Stellen, wo diese benötigt werden, wird dort koordiniert.
Als letzten Halt stand das ganz neu eröffnete sozialpsyichiatrische Wohnangebot für Menschen mit seelischen Behinderungen auf dem Programm. Die neue Einrichtung ist für diejenigen gedacht, die schon ein weitestgehend eigenständiges Leben führen können, auch nachts und am Wochenende keine permanenten Ansprechpartner*innen benötigen, aber eine vollständige Verselbstständigung noch nicht funktioniert. In tollen, hellen Räumlichkeiten machen diese Menschen nun den ersten Schritt in ein selbstständiges Leben.
„Die Sommerreise hat mir noch einmal verdeutlicht, wie umfangreich, aber auch wie wichtig unsere Arbeit und vor allem die unserer Mitarbeiter*innen in den Einrichtungen jeden Tag ist. Dafür ist es wichtig, dass wir uns jeden Tag gegen einen Abbau des Sozialstaats stark machen. Denn diese Menschen brauchen unsere Hilfe! Ein Sparen an Jugend- oder Eingliederungshilfe ist der falsche Weg“, ist Rifat Fersahoglu-Weber überzeugt.





