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Nachhaltigkeitspreis 2026 – die Gewinner*innen stehen fest!

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Nachhaltigkeitspreis 2026

– die Gewinner*innen stehen fest!

 

„Ihre Idee zählt!“ – unter diesem Motto startete im Frühjahr der Nachhaltigkeitspreis des AWO-Bezirksverbandes Brauschweig. Nach der Premiere im Jahr 2024 hatten alle Einrichtungen unseres Verbandes nun zum zweiten Mal die Chance, ihre Ideen für nachhaltige Projekte und alltagstaugliche Lösungen einzubringen – und zu gewinnen.

Dem Aufruf folgten von Anfang März bis Ende April 2026 insgesamt 12 Einrichtungen des AWO-Bezirksverbandes Braunschweig und reichten ihre Ideen für mehr Nachhaltigkeit ein. Die Zukunftsgruppe und die Steuerungsgruppe Nachhaltigkeit konnten damit aus einer Vielzahl toller Ideen für die nachhaltige Gestaltung innerhalb des Bezirksverbandes wählen.

Die folgenden Ideen erfüllten insbesondere die Kriterien der nachhaltigen Wirkung in der Einrichtung und über die Einrichtung hinaus. Bewertet wurden auch die Originalität der Idee sowie die Übertragbarkeit:

Mülltrennung im AWO-Wohn und Pflegeheim Königslutter
Für die beste bereits umgesetzte Idee erhielt das Wohn- und Pflegeheim Königslutter 1000 Euro. Die Einrichtung hat die Bewohnerzimmer und Büros mit einer zusätzlichen Möglichkeit zur Mülltrennung ausgestattet. Diese kleine strukturelle Veränderung trägt zur Verbesserung der Mülltrennung bei, fördert Recycling und sensibilisiert für Abfallvermeidung. Die Idee ist einfach umzusetzen und für weitere Einrichtungen übertragbar, mit einer direkten Wirkung für den Alltag.

Wie das ganz konkret ausgestaltet ist, beschreibt Julia Sertl, die in der Einrichtung für die Haustechnik verantwortlich ist: „Wir werden alle Bewohnerzimmer mit einer zusätzlichen Abwurfmöglichkeit für Plastikmüll ausstatten. Die ersten Zimmer haben bereits welche und die Bewohner*innen finden die Aktion toll. Zudem gibt es in den Büros nun die Möglichkeit, Restmüll sowie Kunststoff und Papier gesondert zu trennen.“

Heizkörper-Thermostate im Verselbstständigungsbereich Am Anger

Der Verselbstständigungsbereich der Jugend- und Erziehungshilfen Am Anger in Braunschweig gewann mit seiner noch nicht umgesetzten Idee ebenfalls 1000 Euro. In den Appartements und Wohngemeinschaften sollen Heizkörper mit intelligenten Thermostaten ausgestattet werden. Diese erkennen Temperaturabfälle durch geöffnete Fenster und reduzieren automatisch die Heizleistung. Diese Idee zielt auf eine Verringerung des Energieverbrauches und auf die Einsparung von CO₂-Emissionen, zudem ist die Nachrüstung technisch einfach umzusetzen und damit auch auf andere Einrichtungen übertragbar.

„Früher war alles nachhaltiger!“ – AWO-Wohn- und Pflegeheim Wolfsburg

Den Sonderpreis der Jury in Höhe von 500 Euro erhielt ein Projekt des Wohn-Pflegeheims Goethestraße in Wolfsburg, das Nachhaltigkeit mit biografischer Arbeit verbindet. Bewohner*innen teilen Erfahrungen zu Reparatur, Wiederverwendung und ressourcenschonendem Alltag. Die Inhalte sollen dokumentiert und in gemeinsame Aktivitäten übertragen werden. Diese Idee zeichnet sich insbesondere durch die Vermittlung nachhaltiger Alltagspraktiken und soziale Nachhaltigkeit aus. Sie verbindet Nachhaltigkeit mit Erinnerungsarbeit und generationsübergreifendem Austausch.

Akin Zaba, Sozialdienstleitung der Einrichtung, sagt zu der Idee: „Ziel ist es, die Lebenserfahrungen unserer Bewohnerinnen und Bewohner sichtbar zu machen und gleichzeitig nachhaltige Werte aus früheren Zeiten in den heutigen Heimalltag zu integrieren. Viele ältere Menschen sind in einer Zeit aufgewachsen, in der Reparieren, Wiederverwenden und sparsamer Umgang mit Ressourcen selbstverständlich waren. Diese Kompetenzen sollen aufgegriffen, gewürdigt und (im besten Fall) aktiv genutzt werden.“

Vielen Dank an alle Teilnehmer*innen für die vielen kreativen nachhaltigen Ideen!

Der Nachhaltigkeitspreis wird im Zweijahresrhythmus vergeben. Somit besteht in 2028 wieder die Chance, ihn mit einer tollen nachhaltigen Idee zu gewinnen.