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Führungskräfteforum zu KI in der Sozialwirtschaft

 

Gemeinsam starteten die Führungskräfte des AWO-Bezirksverbandes Braunschweig am 27. April 2026 in der Autostadt Wolfsburg in das KI-Zeitalter. Das Führungskräfteforum stand ganz im Fokus des Ausprobierens, des Lernens und Reflektierens Künstlicher Intelligenz und ihrer Nutzung in unserem Verband.

Im Mittelpunkt stand die Frage: Warum KI in der Sozialwirtschaft? Es ist nicht bloßes Trendthema, sondern verändert die Arbeitswelt auch in unserem Verband spürbar: Fachkräftemangel, steigende Dokumentationsanforderungen und hoher Verwaltungsaufwand fordern uns täglich heraus. Deutlich wurde: KI ist kein Heilsversprechen, sondern ein Werkzeug. Sie kann Prozesse vereinfachen, Planung unterstützen und Mitarbeitende entlasten. Gleichzeitig braucht es klare Grenzen, Datenschutzbewusstsein und verbindliche Spielregeln. Und unsere Haltung ist klar: Soziale Arbeit bleibt menschlich. Beziehung, Empathie und fachliche Verantwortung lassen sich nicht ersetzen.

Nach der Begrüßung durch den Vorstandsvorsitzenden Rifat Fersahoglu-Weber führten Julia Schur, Digitalisierungsmanagerin, und Mira Pape, Expertin für KI-unterstütze Fördermittelgewinnung, in das Thema ein. Hier ging es unter anderem um KI als Suchmaschinenersatz, wie wir der KI menschliche Eigenschaften wie Empathie und Verstehen zuschreiben, Nachhaltigkeit, Chancen und Risiken sowie die Frage, wie reflektierte Nutzung im Arbeitsalltag gelingen kann.

Die anschließenden Keynotes von Juliana Abel, ehemalige Bildungsreferentin des AWO Bundesverbands, sowie Digitalisierungsmanagerin Kelly Bohm und Karl-Heinz Erdmann, Geschäftsbereichsleiter Informationstechnologie der AWO Braunschweig, vertieften die Themen: Was ist KI? Wie funktioniert sie? Wo liegen Anwendungsfelder in der Sozialen Arbeit? Was bedeuten DSGVO und EU AI Act? Und welche Prototypen, Projekte und Experimente gibt es bereits bei der AWO zwischen Harz und Heide?

Am Nachmittag wurde es dann praktisch: In sechs Work-shops konnten die Teilnehmenden KI-Anwendungen selbst ausprobieren – von ChatGPT und Copilot über Prompting, Fördermittelgewinnung, Bedarfe aus der Praxis und smarte Aufgabenorganisation bis hin zur Erprobung von „Herz und Haltung“, unserer KI-Anwendung bei der AWO Braunschweig, die sich aktuell noch in der Entwicklung befindet.

Zum Abschluss standen die Highlights aus den Workshops und der gemeinsame Blick nach vorn im Mittelpunkt. Ein anschauliches Beispiel durch Thorsten Planck, Geschäftsfeldleitung Senioren und Pflege, zeigte: Bei 1.027 Einzügen neuer Bewohner*innen im Jahr 2025 könnten KI-gestützte Prozesse künftig helfen, Koordination einfacher und strukturierter zu gestalten.