Skip to content

News

Ehrenamt schafft Verbindung

– AWO fordert verlässliche Rahmenbedingungen für Engagement in Niedersachsen

Anlässlich des Internationalen Tages des Ehrenamtes am 5. Dezember hebt die AWO Niedersachsen Landesarbeitsgemeinschaft hervor, welche zentrale Rolle freiwilliges Engagement für den gesellschaftlichen Zusammenhalt spielt. In ganz Niedersachsen setzen sich Hunderttausende Menschen in unterschiedlichsten Bereichen für andere ein – von der Unterstützung älterer Menschen über die Begleitung Geflüchteter bis hin zu Angeboten für Kinder, Jugendliche und Familien.

„Ehrenamtliches Engagement ist weit mehr als Unterstützung im Alltag – es stiftet Gemeinschaft, stärkt Demokratie und verbindet Menschen aus allen Lebensbereichen. Dieses Engagement braucht Wertschätzung, aber vor allem gute Bedingungen, damit es sich weiter entfalten kann“, sagt Rifat Fersahoglu-Weber, Geschäftsführer der AWO Niedersachsen LAG.


Die AWO beobachtet seit Jahren, dass sich gesellschaftliche Herausforderungen – etwa der demografische Wandel, steigende soziale Spannungen oder die Folgen globaler Krisen – direkt auf die Engagementlandschaft auswirken. Gleichzeitig zeigt sich: Wo Ehrenamt verlässlich begleitet wird, entstehen Orte des Miteinanders, die Menschen entlasten und soziale Strukturen stabilisieren.

Ob in Begegnungsstätten, Familienzentren, Beratungsangeboten oder in der Unterstützung neu zugewanderter Menschen – Freiwillige tragen maßgeblich zur Lebensqualität in Niedersachsen bei. Sie schaffen Räume, in denen Einsamkeit reduziert, Teilhabe ermöglicht und gesellschaftlicher Zusammenhalt konkret erlebbar wird.
Die AWO weist darauf hin, dass viele Menschen sich engagieren möchten, jedoch auf strukturelle Hürden stoßen: fehlende Qualifizierungsangebote, bürokratische Anforderungen oder mangelnde Vereinbarkeit von Engagement, Beruf und Familie.

„Wenn wir wollen, dass Engagement auch in Zukunft ein starker Pfeiler unserer sozialen Infrastruktur bleibt, müssen wir Hürden abbauen und Verlässlichkeit schaffen. Ehrenamt kann nur dort wachsen, wo Menschen Zeit, Begleitung und unkomplizierte Zugänge finden“, betont Fersahoglu-Weber.


Aus Sicht der AWO ist es zentral, die Rahmenbedingungen für freiwilliges Engagement deutlich zu verbessern. Dazu gehört insbesondere der Ausbau professioneller Begleitstrukturen wie Freiwilligenagenturen, die Interessierte informieren, qualifizieren und in ihr Engagement begleiten. Ebenso notwendig ist eine nachhaltige Förderung von Qualifizierungs- und Einstiegsangeboten, damit Menschen gut vorbereitet und unterstützt in ihre Aufgaben starten können.

 

Gleichzeitig braucht es einen spürbaren Abbau bürokratischer Hürden, die Engagierte und Initiativen ausbremsen und wertvolle Zeit binden. Nicht zuletzt sind stärkere und vielfältigere Formen der Anerkennung wichtig, um die unterschiedlichen Facetten des Engagements sichtbar zu machen und die freiwillig Aktiven dauerhaft zu motivieren.

Die AWO in Niedersachsen begrüßt die im Land angestoßene Ehrenamtsstrategie, sieht aber entscheidend, dass diese mit langfristigen Ressourcen und koordinierter Umsetzung unterlegt wird. Nur gemeinsam können Land, Kommunen und Verbände dafür sorgen, dass Engagement auch in Zukunft ein tragfähiger Bestandteil der sozialen Infrastruktur bleibt.


„Wir brauchen eine engagierte Politik, die Ehrenamt nicht nur würdigt, sondern aktiv stärkt – durch verlässliche Förderung, gute Koordination und den Mut, bürokratische Hürden konsequent abzubauen. Ein starkes Ehrenamt entsteht nur durch starke Partnerschaften“, so Fersahoglu-Weber.

Die AWO schafft in Niedersachsen seit Jahrzehnten vielfältige Räume für freiwilliges Engagement: in Projekten der Kinder- und Jugendarbeit, in der Unterstützung von Seniorinnen und Senioren, in Integrationsprojekten, im Bereich Inklusion und in vielen weiteren Tätigkeitsfeldern. Durch Schulungen, Begleitung und praxisnahe Qualifizierungen werden Freiwillige gezielt unterstützt. Zugleich prägt das Ehrenamt die AWO auch strukturell: Als demokratisch aufgebauter Mitgliederverband lebt sie davon, dass engagierte Menschen Verantwortung übernehmen, mitentscheiden und die strategische Ausrichtung des Verbandes aktiv mitgestalten.

Die AWO in Niedersachsen ruft alle Bürgerinnen und Bürger dazu auf, sich mit ihren Fähigkeiten, Interessen und Ideen einzubringen und damit aktiv ein solidarisches Niedersachsen mitzugestalten.

Rifat Fersahoglu-Weber, Geschäftsführer der AWO Niedersachsen LAG
Rifat Fersahoglu-Weber, Geschäftsführer der AWO Niedersachsen LAG. Foto: Simone Hobrecht-Kettner
AWO Favicon
Datenschutz-Übersicht

Diese Website verwendet Cookies, damit wir dir die bestmögliche Benutzererfahrung bieten können. Cookie-Informationen werden in deinem Browser gespeichert und führen Funktionen aus, wie das Wiedererkennen von dir, wenn du auf unsere Website zurückkehrst, und hilft unserem Team zu verstehen, welche Abschnitte der Website für dich am interessantesten und nützlichsten sind.