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AWO Niedersachsen LAG kritisiert Pflegereform-Vorschläge des Bundes scharf
„Dass die Pflegekassen leer sind, wissen wir alle“, so Rifat Fersahoglu-Weber, Geschäftsführer der AWO Niedersachsen Landesarbeitsgemeinschaft. „Aber mit massiven Einschnitten bei den Bedürftigen zu reagieren, halten wir für falsch. Wir begrüßen, dass Besserverdiener stärker zur Kasse gebeten werden, aber setzen uns dafür ein, dass Leistungen weiterhin bestehen bleiben.“
Geplant sei, dass es große Einsparungen geben soll, wenn es um die Einstufung in Pflegegrade geht. „Das führt zu einer noch größeren Belastung von pflegenden Angehörigen, die Betroffenen erhalten nicht mehr die Hilfe, die sie benötigen und für die sie schon jetzt massiv kämpfen müssen“, so Fersahoglu-Weber weiter. Auch Kürzungen bei den Zuschlägen zu den Heimkosten seien geplant.
Die AWO Niedersachsen Landesarbeitsgemeinschaft blickt so mit großer Sorge auf die Pläne der Bundesregierung. „Sie verschlechtern die Situation, die wir jetzt bereits in der Pflege jeden Tag erleben, weiter. Wir müssen endlich damit aufhören, unseren Sozialstaat kaputt zu sparen – und den Menschen in unserem Land eine Perspektive und ein besseres Leben ermöglichen.“
Die AWO Niedersachsen Landesarbeitsgemeinschaft ist eine Kooperation der drei niedersächsischen AWO-Bezirksverbände Braunschweig, Hannover und Weser-Ems. Sie bündelt die Interessen der AWO in Niedersachsen und vertritt sie in der Öffentlichkeit, gegenüber dem Land Niedersachsen und in der Freien Wohlfahrtspflege.
